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Eva@Phantastik-Couch AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 23.09.2011, 13:43 Uhr
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Also, ich will mich nicht zum generellen Fürsprecher der Verlage aufschwingen, denn ich habe auch schon Reihen zu lesen angefangen, die ich dann bedauerlicherweise nicht weiter verfolgen konnte.
Aber oftmals können die Verlage garnichts dafür. Denn es ist immer ein harter Rechte-Poker, der absolviert wird, bevor ein Titel auch in Deutschland erscheinen darf. Und ja, manchmal erhält der Verlag die Rechte für die ersten Romane einer Serie und für die weiteren eben nicht.
Natürlich spielen auch die wirtschaftlichen Faktoren eine Rolle, es kommt auch vor, dass Reihen eingestellt werden, die sich rechnerisch nicht lohnen. Und hierbei spielt tatsächlich auch eine Rolle, das mit zunehmend guten Englischkenntnissen (das ja nun schon in der Grundschule gelehrt wird) viele eben auf Originalbände zurückgreifen.
So ist das Leben halt...*ist störrisch*

LG
Eva

"if you have the right attitude, interesting problems will find you!"

tyler AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 23.09.2011, 19:39 Uhr
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Es ist ärgerlich, bin mir aber nicht sicher ob es erfolgreiche Gegenmaßnahmen gibt.

Gegen den Rechte Poker und die wirtschaftlichen Aspekte der Verlage ist wohl kein Kraut gewachsen.
Bücher kosten nach wie vor Geld, und die Herstellung wird in Zeiten der Rohstoffknappheit nicht günstiger.

Ich selber greife immer mehr zu Originalausgaben, aktuell zb Sanderson und Rothfuss.

Leider entscheiden nicht immer die Leser ob eine Buchreihe ein Erfolg ist und weitergeführt wird.

Die einzige Methode, einen Freund zu gewinnen, ist die, ein Freund zu sein. Ralph Waldo Emerson

Elodarion AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 01.10.2011, 11:58 Uhr
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Man sollte wohl zwischen dem Verhalten großer und kleiner Verlage unterscheiden.
Große Verlage sind in der Regel stärker Gewinnorientiert und sehen sich vielleicht gezwungen, dem "Mainstream" zu folgen. Immerhin ist es ein weiter Weg vom Manuskript bis zum Druck oder E-Book. Lektorat, evtl. Übersetzung, grafische Gestaltung, grafische Rechte (die nach einigen Jahren verfallen können), dazu kommt bei internationalen Autoren noch die Diskrepanz zwischen unserem europäischen und dem anglo-amerikanischen Urheberrecht.
Serien, Fortsetzungen und Chronologien sind dann generell ein Problem. Viele Autoren gestalten ihre Werke ohnehin von vornherein so, dass sie auf eine Fortsetzung hinauslaufen, Verlage hingegen orientieren sich an den Verkaufszahlen, und wenn die nicht stimmen, kommt halt die Fortsetzung nicht.
Andererseits wird der Leser natürlich auch gerne geködert. Bei Markus Heitz gibt es dann das HC, dem das TB folgt, schließlich ein zusammengefasstes Werk und später dann die exklusive Ausgabe mit besonders gestaltetem Cover, u.s.w.
Steampunk ist vielleicht ein schönes Beispiel für das Verlagsverhalten. Zunächst wurde diese Fantasy-Variante eigentlich nur bei Klein- und Kleinstverlagen angeboten. Wenn man jetzt die Infomails von Piper erhält, bekommt man den Eindruck, ohne Steam geht gar nichts mehr. Viele Autoren springen jetzt auf diesen Zug und lassen es aus allen Rohren und Körperöffnungen dampfen, teils völlig Hirnlos, aber Hauptsache, es dampft.
Doch zurück zur Problematik "abgebrochener" Serien: Mal unabhängig von der Problematik des internationalen Copyright, könnte es für Verlag und Kunde vielleicht eine Lösung sein, Fortsetzungen, die sich nicht als Print lohnen, zumindest in elektronischer Form anzubieten. Allerdings wird sich da bei vielen Verlagen das Preissegment noch (nach unten) bewegen müssen.
An dieser Stelle möchte ich auch die Nachdrucke von "Heftchenserien" ansprechen, die immer beliebter werden, und bei denen man mehrere "Groschenhefte" inhaltlich in einem HC zusammenfasst. Ich habe das bei drei SciFi-Reihen ausprobiert und war erschrocken. Die Buchfassungen kosten richtig Geld und sind drastisch gekürzt. Vielleicht etwas für Einsteiger in eine alte Serie, für Kenner derselben eher ein Horror.
Fremdsprachige Originalausgaben erweitern sicher die Angebotspalette für uns Leser, aber ich muss zugebenm, für mich sind sie kaum eine Option, da mir viele Feinheiten der Fremdsprachen dann doch durchgehen.
Frank AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 02.10.2011, 18:53 Uhr
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Mein (für mich passt es.. *zwinkert* ) Lösungsvorschlag.
Die Reihen komplett kaufen (vom ersten bis zum letzten Band) - oder es halt lassen,da sie nicht beendet wurden.
Einziger "Schönheitsfehler" dabei...es kann bei lang angelegten Reihen dann wieder passieren, dass der ein oder andere Band in der Zwischenzeit als "vergriffen" gemeldet ist...

Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ?

Camber AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 02.10.2011, 23:24 Uhr
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Dieses Problem bestand schon immer Serien werden nicht fortgeführt bzw der Endroman wird einfach trotz Ankündigung nicht ausgegeben und wenn doch mit horrenden Preisaufschlag.am besten dann im Orginal auch wenn es für die,die mit Englich nicht so gut zurechtkommen doch eine recht Ärgerliche Angelegebheit ist.Ob nun Beschweren beim Verlag was bringt wage ich zubezweiffelen.Kaum ein Program wird über längere Zeit von ein und den selben Mensch betreut .Außerdem kann ich Moonchild1 nur zustimmen.
Wolfsfrau AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 03.10.2011, 10:44 Uhr
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Wir leben im Kapitalismus.
Hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.

Und ich kann dieses Wort "Sparmaßnahmen" schon nicht mehr hören.

Wenn ich bedenke, wie aufwendig blanvalet die Reihe von "Das Lied von Eis & Feuer" jetzt neu aufgelegt hat und das für einen Mehrpreis von 2,00 Euro zur vorangegangenen Serie, frage ich mich, WOZU?
Die Geschichten haben sich doch nicht geändert und ob nun Jon Snow oder Jon Schnee, wen interessiert das jetzt wirklich.

Der Lesestoff ist wichtig.








Ich bin nicht kompliziert, SONDERN EINE HERAUSFORDERUNG

Wolfsfrau AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 03.10.2011, 10:47 Uhr
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PS

Solange die Verlage in der Lage sind, ständig neue Autoren und ihre Bücher auf den Markt zu bringen, anstatt begonnene Reihe erst einmal zu Ende zu bringen, kann es diesen Verlagen nicht schlecht gehen.

Ich bin nicht kompliziert, SONDERN EINE HERAUSFORDERUNG

Frank AW: Das unmögliche Verhalten der Verlage 03.10.2011, 18:37 Uhr
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@Wolfsfrau
Nö. Sorry, aber das stimmt so einfach nicht.

1. Natürlich erschließen sich Verlage neue Autoren - nicht zuletzt ergibt sich dadurch ja der uns zur Verfügung stehende Buchmarkt. Und die Verlage leben nun einmal von ihrer VÖ-Politik. Inwieweit man den vorhandenen Markt nutzt, das ist dann wieder dem einzelnen überlassen.

2. Das leidige Thema der nicht beendeten Reihen.
Natürlich betrifft mich das auch - aber nochmal: Verlage sind wirtschaftlich handelnde Unternehmen. Sie beschäftigen Mitarbeiter etc.
Wenn eine Reihe nicht die entsprechenden Verkaufszahlen hat, dann lohnt sie sich aus wirtschaftlicher Sicht nicht.
Das kann ich persönlich auch nachvollziehen.

3. Preiserhöhungen.
Tja...Bücher bestehen aus Rohstoffen. Und die werden teurer. Warum sollten also ausgerechnet Bücher von Preiserhöhungen verschont bleiben?
Eine andere Sache sind die Formate.
Aber da kommt es halt darauf an, ob diese gekauft werden.
Und das werden sie. Und somit ist es für die Verlage auch sinnvoll diese (Formate) zu produzieren.

Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ?

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