Phantastik-Couch-Forum
| Le_Tartar | Stephen Leather - Höllennacht | 17.11.2011, 11:36 Uhr |
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Stephen Leather - Höllennacht Klappentext: Jack Nightingale erbt von seinem Vater, den er nie kennengelernt hat, unverhofft ein Vermögen. Doch der Nachlass beinhaltet auch eine Warnung. Sein Vater hat Jacks Seele an den Teufel verkauft, und der wird sie in drei Wochen holen - an seinem dreiunddreißigsten Geburtstag. Jack glaubt zwar nicht an Gott und schon gar nicht an den Teufel. Doch als immer mehr seiner Freunde eines schrecklichen Todes sterben, kommen ihm Zweifel. Gibt es die Hölle wirklich? Und wenn ja, wie kann er dann seine Seele vor der ewigen Verdammnis bewahren? Ich weiß nicht, wie es den anderen Lesern dieses Buches gegangen ist, aber Stephen Leather hat es geschafft, mich "in die Irre" zu führen und ich habe sogar angefangen den Klappentexte anfangs als Mogelpackung abzutun. - Toller Trick, Herr Leather. Denn HÖLLENNACHT kommt so gar nicht phantastisch daher. (eine abgehaltene Seance wird als Partyspielerei entlarvt und eine vom Helden im Übermut abgehaltene Geisterbeschwörung zeigt auch nicht die erhoffte Wirkung). Die Geschichte liest sich vielmehr wie ein normaler Krimi, die okkulten Elemente scheinen einem kranken Geist entsprungen zu sein. - Ist Jack Nightingale gar Opfer eines dummen Streiches geworden? - Mit sehr feinem Humor wird beschrieben, wie Jäck sich regelrecht, dagegen sträubt, an das Übernatürliche zu glauben. Auch der Spannungsaufbau entfaltet sich völlig Genreuntypisch: Da Jack (und somit auch der Leser) sich nicht wirklich in unmittelbarer Gefahr wähnt, fällt es schwer, den Helden als Opfer zu betrachten. Stephen Leather hat es aber geschafft, seinen Figuren "Leben einzuhauchen". Ich finde Jack und auch alle anderen Figuren aus Jacks Umfeld reagieren und agieren sehr "echt" auf die Ereignisse und ich wollte unbedingt wissen, wie Jack sein Leben, das so nach und nach zerbröckelt, wieder in den Griff bekommt. Jack wird als lebensfroher, bodenständiger Charakter beschrieben und die Todesfälle, mit denen er konfrontiert wird, wollen so gar nicht ins Gesamtbild passen. - Die Geschichte wird aus Jacks Sicht beschrieben. Wir lernen seine kleine aber heile Welt kennen, nehmen an seiner Gedankenwelt teil. - Und da wirken die Tode seiner Bekannten um so sinnloser, ja sogar unreal. Jedesmal wenn der Autor einen Charakter sterben lässt, kommen die Thrillerelemente zum Vorschein. Die imaginäre Kamera, die sonst nur auf Jack fixiert ist, zeigt die Geschichte für einen kurzen Moment aus der Sicht der Opfer. Stephen Leather verzichtet aber auf allzu blutige Beschreibungen. Frei nach dem Motto....und raus bist du!!! wird Jacks Bekanntenkreis dezimiert. - Und diese kurzen Sichtwechsel sind auch die Momente, in denen eine wirklich gruselige Grundstimmung erzeugt werden. Erst als der Showdown immer näher rückt und Jack anfängt "zu glauben", wird es übernatürlich. Das Ende ist sehr unspektakulär, und der Autor bedient sich an einigen bekannten Klischees, was den Unterhaltungswert aber in keinster Weise schmälert. HÖLLENNACHT war für mich eine der Entdeckungen des Jahres. Mit den Stilmitteln verschiedener Genres wurde ich bis zum Schluß gut unterhalten. Ein besonderes Lob verdienen die wirklich gelungenen Charakterbeschreibungen, die mich von der ersten Seite am Schicksal der Helden teilnehmen liessen. Ich vergebe 87° "Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität" Alfred Hitchcock |
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| Sarai | AW: Stephen Leather - Höllennacht | 17.11.2011, 15:26 Uhr |
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Hört sich gut an DANKE! Ist gleich auf den Zettel gewandert! Carpe noctem |
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| Frank | AW: Stephen Leather - Höllennacht | 17.11.2011, 21:16 Uhr |
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Hatte ich auch in der Hand - Danke für den Tipp!
Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| klarabraun | AW: Stephen Leather - Höllennacht | 23.11.2011, 10:45 Uhr |
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... steht noch auf dem Merkzettel - wird demnächst angeschafft Bin weggegangen um mich selbst zu finden. Sollte ich zurückkommen, bevor ich wieder da bin, haltet mich fest. |
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| Murxer | AW: Stephen Leather - Höllennacht | 24.11.2011, 22:49 Uhr |
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Jo, ich fand es auch sehr stark Meine Thriller & Horror HP: www.elements-of-crime.de * * * * neu - Das Interview mit Andreas Gruber - neu * * * * |
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| Frank | AW: Stephen Leather - Höllennacht | 10.01.2012, 10:02 Uhr |
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Nachdem ich "Höllennacht" nun auch beendet habe, kann ich mich Le Tartarts Urteil nur anschließen. Bleibt zu hoffen, dass der Autor noch seinen Weg auf die PC findet. Dude: Mir pinkeln die auf den bekackten Teppich ! Walter: Der Teppich hat das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht, hab ich recht ? |
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| klarabraun | AW: Stephen Leather - Höllennacht | 10.01.2012, 14:13 Uhr |
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Nun hab' ich auch endlich mit dem Buch angefangen und die ersten 70 Seiten sind geschafft. Bisher gefällt mir das Buch super.
Bin weggegangen um mich selbst zu finden. Sollte ich zurückkommen, bevor ich wieder da bin, haltet mich fest. |
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